TVW1| Auf Top-Start folgt Bruchlandung
TV Weilstetten – SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen 29 : 30 (16 : 14)
Eine mehr als vermeidbare Niederlage müssen die Füchse des TV Weilstetten gegen Relegations-Mitaspirant H2Ku verdauen. Die erste und einzige Führung kurz vor Ende der Partie reichte den Gästen, um die immens wichtigen 2 Punkte aus dem Längenfeld zu entführen. So bleibt letztendlich die bittere Erkenntnis, dass in den Restspielen kein Punkt mehr abgegeben werden darf, um den Relegationsplatz ohne Schützenhilfe zu erreichen.
Mit einem Traumstart eröffnete der TVW das 4-Punkte-Spiel, führte nach Treffern von Laskowski, Single und Kalenbach schnell mit 4 : 0. Eine sicher stehenden Abwehr, schnelle erweiterte Gegenstöße und Struktur im Spielaufbau sorgten für ein deutliches Übergewicht der Hausherren. Erst in Min. 6 kamen die Gäste zu ihrem ersten Treffer, den Kugel mittels schneller Mitte prompt egalisierte. Zwar fand die SG nun peu a peu besser ins Spiel, doch ein gut haltender Moritz König war Garant für weitere schnelle Tore. Ein Doppelschlag durch Juli und Gregor Thomann sowie die Achse Kalenbach/Müller konservierte den Vorsprung (11 :m 7; 15.). Allmählich schlichen sich allerdings Fehler im Weilstetter Spiel ein. So durften die Herrenberger Rückraumschützen kontaktlos in Aktion treten, Aufmerksamkeit und Timing in der Abwehr ließ nach, mehrere Zeitstrafen waren die Folge. Die Gäu-Truppe verkürzte bis auf 2 Treffer, musste nun ihrerseits 2 Zeitstrafen wegen überharter Fouls an den enteilten Kugel und Thomann hinnehmen. Müller blieb jedoch beim fälligen Strafwurf am gut aufgelegten Herrenberger Keeper hängen und auch der direkt ausgeführte Einwurf nach Ablauf der ersten Hälfte brachte kein zählbares Ergebnis mehr.
Mit einer Überzahl 6 gegen 3 konnte der TVW in den zweiten Durchgang starten. Doch bereits jetzt tat man sich schwer, die richtige Abschlussposition zu finden. Treffern von Single, Laskowski und Kalenbach folgte prompt die Herrenberger Antwort, die beim
20 : 20 (38.) in den ersten Ausgleich mündete. Das nun folgende Spiel hatte bis zum Schlusspfiff dieselben Züge: Die Füchse legten ein bis zwei Tore vor, die SG erzwang nicht weniger als 5 Mal den Ausgleich. Ab Min. 45 sorgten jeweils die Torhüter dafür, dass sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte: Sowohl Stotz als auch sein Gegenüber Österle machten jeweils mehrere freie Großchancen zunichte. Die letzten Minuten waren nun wirklich nichts für schwache Nerven: In Min. 57 netzte Single zum 29 : 28 ein. Einer Zeitstrafe für Biro folgte prompt der Herrenberger Ausgleich. Der überhastete Abschluss verhalf den Gästen zur ersten und einzigen Führung, die in Überzahl auch prompt gelang. So hofften die Zuschauer noch auf den verdienten Ausgleichstreffer, der leider in der Herrenberger Mauer hängen blieb.
HP-Fazit: Leider zeigte auch dieses Spiel wieder deutlich die zwei Gesichter der Füchse: Spielen wir konzentriert und mit Spielstruktur, so kommen wir zu Chancen und auch zu Toren. Lassen wir Struktur vermissen –wofür die gestrige zweite Spielhälfte bedauernswerter Weise exemplarisch Beispiel steht-, wird das Ganze zum Gewürge. Herrenberg war keineswegs die bessere Mannschaft, aber sie spielte ihren Stiefel über 60 Minuten auf gleichbleibendem Niveau herunter und gab nicht auf!
Somit: Den Punktverlust nicht auf die letzten beiden unglücklichen Aktionen beschränken, sondern zuerst schauen, wie wir insgesamt in diese Niederlage geschlittert sind. Und Köpfe hoch: Es gibt noch 4 Endspiele, die –jedes einzelne- mit Elan und Selbstbewusstsein angegangen werden müssen!!!
Es spielten: König, Stotz; Biro (1), Huber, Kalenbach (6), Kudlacek, Laskowski (5), Maier (1/1), Müller (5/2), Schlaich, Single (6), J. Thomann (1), G. Thomann (3), Kugel (1)









